Wie finde ich die passende Wohnung?

Die Entscheidung für eine neue Wohnung gehört zu den wichtigsten, die man im Leben trifft. Oft bindet man sich für viele Jahre, weshalb die Wohnung entsprechend gut ausgesucht werden sollte. Um den perfekten Ort zu Leben zu finden, lohnt es sich, strategisch vorzugehen. Mit dem richtigen Plan und ausreichend Zeit wird man selbst auf schwierigen Märkten erfolgreich sein.

Wer sich auf Wohnungssuche begibt, der sollte vor allem möglichst früh anfangen. Läuft einem die Zeit davon und die Entscheidung muss hektisch getroffen werden, übersieht man oft Probleme oder kleine Mängel. Besonders wichtig ist der Zeitfaktor bei Immobilienkäufen. Aufgrund der hohen Immobilienpreise in vielen Städten und der langfristigen Bindung ist ein überhasteter Kauf alles andere als eine gute Idee. Im Idealfall bezieht man ein Haus oder eine gekaufte Wohnung bis an das Ende seines Lebens, sodass entsprechend Zeit in die Suche und die Entscheidungsfindung fließen sollte. Um sich die ganze Sache im Vorfeld etwas zu erleichtern, empfiehlt sich das Erstellen einer Check-Liste. Auf diesem Weg kann man wunderbar die verschiedenen Kriterien für die Wohnungssuche festlegen und zudem auch nach der Wichtigkeit sortieren. Sinnvolle Punkte sind dabei beispielsweise Größe, Preis, Zimmerzahl, Wohnungsschnitt, Ausstattung, Garten, Umgebung, Verkehrsaufkommen und Parkplatzsituation. Dass man am Ende auf eine Wohnung stößt, die allen Kriterien der Liste entspricht, dürfte allerdings eher unwahrscheinlich sein. Darum ist es wichtig, bei verschiedenen Punkten Spielraum zu geben.

Ist ein passender Wohnungskandidat gefunden, steht im Anschluss die Besichtigung an. Je nachdem, in welcher Region Deutschlands man wohnt, spielt die Besichtigung bei der Wohnungssuche eine besonders wichtige Rolle. Gerade in vielen beliebten Großstädten besteht oft eine große Nachfrage nach Wohnungen, sodass man mit Konkurrenz rechnen muss. In diesen Fällen geht es bei der Besichtigung nicht nur darum, die spätere Wohnung kennenzulernen, sondern auch gleich einen guten Eindruck bei dem möglichen Vermieter zu hinterlassen. Wichtige Punkte sind hier Freundlichkeit, ein gepflegtes Auftreten und natürlich Pünktlichkeit. Wer seinen Besichtigungstermin nicht einhält, startet in der Regel direkt mit einem schlechten Eindruck. Oft stellen die Vermieter ihren Kandidaten bei der Besichtigung auch Fragen. Themen wie Familienstand, Arbeitsplatz, Einkommen oder die geplante Mietdauer sind dabei durchaus legitim und gesetzlich erlaubt. Nicht legal sind dagegen Fragen nach der sexuellen Orientierung oder politischen Meinungen. Diese muss man nicht beantworten, wobei es klug ist, solche Fragen freundlich zu umschiffen.

Konnte man sich schließlich mit einem Vermieter einigen, folgt im nächsten Schritt die Unterzeichnung des Mietvertrages. Zu viele Mieter schauen bei ihren Mietverträgen allerdings selten einmal genau hin. Mitunter versteckt sich auf den Seiten aber die eine oder andere Klausel, die am Ende für Probleme sorgen kann. Selbst wenn man die Suche nach der neuen Wohnung schnell hinter sich bringen möchte, sollten Verträge immer genau gelesen werden. Dies gilt besonders, wenn die Wohnung oder das Haus nicht gemietet, sondern gekauft werden soll. Aufgrund der hohen Immobilienpreise empfiehlt es sich immer, einen Anwalt über das Vertragswerk schauen zu lassen. Andernfalls kann die Sache unverhofft richtig teuer und die Traum- zur Albtraumwohnung werden.

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